So 2 Typen wia mia ham uns treffen müssen!

Wieder wurden die Navigationsgeräte der Autos neu eingestellt und zwar sollte es in die Wiener Walfischgasse gehen, Standpunkt des Stadttheaters, wo wir uns alle aufgeregt auf das Interview mit dem berühmten Schriftsteller Felix Mitterer vorbereiteten.
Schon beim Betreten des Theaters durchströmte uns eine besondere Athmosphäre und ein Lächeln huschte mir übers Gesicht, da ich ein kleiner, größter Fan des Bühnenmeisters bin, dem ich sicherlich später ein paar meiner Lachfalten zu verdanken haben werde.

Als ob es mein Glückstag werden sollte, durfte ich zunächst Herrn Mitterer mit seinen talentierten Schauspielkollegen Siggi Haider und dessen Tochter Juliana in seinem neuen Stück „Ein Bericht für eine Akademie“ bewundern.

Nach der Aufführung hieß es dann für uns „Kamera läuft“, was nicht als selbstverständlich gesehen werden darf, denn der Schauspieler Mitterer hatte schon einiges an Energie auf der Bühne verbraucht. Seine Erinnerungen an Werner Pirchner sind unwahrscheinlich tiefsinnig und pur und so entstand ein emotional-intensives und herzlich-spannendes Gespräch.
„Irgendwie ist die Musik aus seinem Bauch, aus seinem Kopf… aus allem herausgeströmt.“ sagt Felix Mitterer, und später: „So 2 Typen wia mia ham uns treffen müssen!“


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